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Zahnärztlicher Notdienst

Den diensthabenden Zahnarzt am Wochenende ab Freitag 15:00 Uhr, erfahren Sie bei der zentralen Notdienstansage unter: 0 43 42 / 41 42

 

 

 

 

 

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Vorgehensweise für Abhilfe des üblen Mundgeruchs

Der erste Schritt führt immer zum Zahnarzt, außer es besteht ein anderer begründeter Verdacht der Ursache (wie z.B. offensichtlich mangelnde Mundhygiene).

Er überprüft den Entzündungsgrad des Zahnfleischs, den Zustand der Füllungen und Kronen und Plaque, Zahnstein und nicht zu tiefliegende Konkremente werden gründlich entfernt. Oftmals wird Ihnen in einem zeitlich vorgegebenen Rhytmus eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) angeboten, die durchaus sinnvoll ist und auch tiefer liegende Verunreinigungen entfernt.

Die exakteste Erkennung ist die Atem-Messung mit dem Halimeter. Dieses Instrument misst die Konzentration von Schwefelmolekülen in Atem und/oder Speichel.

Wenn die zahnärztliche Untersuchung jedoch ergebnislos verläuft, empfiehlt sich ein Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der das Umfeld wie Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen begutachtet.

Findet auch er keine Auffälligkeiten, sollte eine internistische Untersuchung angestrebt werden, um Magen-Darm-Erkrankungen oder auch Diabetes mellitus zu erkennen.

Ein Facharzt für Lungenerkrankungen kann ergänzend zum Internisten darüber hinaus Erkrankungen der Lunge und der Atemwege feststellen.

Intensive Mundhygiene ist jedoch am wichtigsten Wenn die Ursache im Oralbereich liegt, lässt sich der Mundgeruch in den meisten Fällen problemlos beseitigen. Eine sorgfältige und regelmässige Mundhygiene, die auch die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge mit einbezieht, bringt schnelle und dauerhafte Erfolge.

Es ist wichtig, nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen, um den Bakterien die Plaque als Lebensgrundlage zu entziehen. Die Zahnzwischenräume (Interdentalräume) sollten einmal täglich mit Zahnseide, Zahnseidenbügeln oder einer Zahnzwischenraumbürste gereinigt werden.

Beläge auf der Zunge und Bakterienablagerungen zwischen den Zungenpapillen muss man morgens und abends mit einem speziellen Zungenreiniger entfernen.

Alle mechanischen Reinigungsgeräte müssen spätestens in einem Turnus von zwei Monaten erneuert werden. Nach grippalen Infekten kann eine erneute Eigenansteckung erfolgen. Also besser ebenfalls entfernen.

Nach Rücksprache mit dem Zahnarzt kann es durchaus sinnvoll sein, zusätzlich zur normalen Mundpflege eine desinfizierende Mundspüllösung zu verwenden.

Entsprechende Produkte aus der Apotheke oder dem Fachhandel, beispielsweise mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, hemmen das Bakterienwachstum und wirken Entzündungen entgegen.

Chlorhexidin-Mundspüllösungen sind allerdings nur vorübergehend anzuwenden, da sie bei Langzeitgebrauch auch Nebenwirkungen aufweisen können. Verwenden Sie derartige Desinfektionslösungen nur in der vom Hersteller empfohlenen Dosierung.

Das normale Mundwasser (z.B. Odol) sorgt durch seine Bestandteile zusätzlich für frischen Atem, hat aber mit den oben beschriebenen Mundspüllösungen nichts gemein. Für unterwegs empfehlen sich spezielle Zahnpflegekaugummis oder auch neuartige Zahnreinigungsgeräte (z.B. Rolly).

Wenn Sie anstatt der im Handel erhältlichen Mundspüllösungen oder sonstigen chemischen Mittel wie z.B. einem Edelstahllolly lieber auf Naturprodukte und Hausrezepte ausweichen möchten, finden Sie hier, welche Kräuter helfen. Folgende Heilpflanzen gelten als natürliche Waffen gegen schlechten Atem: Salbei, Myrrhe, Blutwurz, Echinacea und Parakresse. Aus diesen Kräutern gibt es auch Zahnpasten in der Apotheke, Drogerie und Zahnpflegeläden.

Kauen Sie ein paar Esslöffel rohe, kleingehackte Petersilie, oder aber frische Salbei -, oder Pfefferminzeblätter. Versuchen Sie es mit ein paar Kaffeebohnen. Sehr bewährt hat sich auch das Kauen von Thymian, Majoran, Fenchel, Wacholderbeeren, Petersilie, Ingwer, Anis oder Dill.

Gurgeln können Sie mit einer Abkochung von Zinnkraut, der man einen Teelöffel Zitronensaft zusetzt. Ergänzend hierzu kann das Trinken von heißem Zitronensaft helfen.

Ein weiteres Hilfsmittel ist Chlorophyll (Blattgrün), der Naturstoff, der Blättern seine grüne Farbe verleiht, neutralisiert auch strenge Gerüche durch Verringerung der Aktivität eiweißspaltender Enzyme.

Kaugummis und Pastillen mit Pfefferminze überdecken nur kurzzeitig den schlechten Atem, fördern jedoch die Speichelbildung.

Essen Sie täglich ein Joghurt mit aktiven Bakterien wie Lactobazillus bulgaricus. Diese speziellen Joghurt-Kulturen behindern die Ausbreitung von Fäulnisbakterien. Nach einem Test der Universität Yokohama hatten Teilnehmer, die sechs Wochen lang täglich 90 Gramm Naturjoghurt löffelten, deutlich weniger Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen.

Mundgeruch verursacht durch Zwiebeln verschwindet, wenn man nach dem Genuss der Zwiebeln ein Glas frische Milch trinkt. Auch das Trinken von Tee soll nach einer Studie der Universität Illinois in Chicago durch die enthaltenen Polyphenole das Bakterienwachstum und damit den Mundgeruch hemmen. Nach dem Essen gurgelt man mit einer Lösung aus einem Teelöffel Natron auf ein Glas Wasser. Dadurch werden saure Speisereste zwischen den Zähnen neutralisiert und Karies vorgebeugt. Zudem kann Mundgeruch gemindert werden.

Wohlriechenden Atem bringt: Ein Stückchen Zucker mit 2-3 Tropfen Lavendelöl, läßt man langsam im Mund zergehen.

Natürliche Zahnreinigung: Ein hilfreiches und wohltuendes Mittel zur Zahnreinigung ist es täglich eine Möhre und einen Apfel gut zu zerkauen. Das ist auch auf Reisen hilfreich, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist.

Neuer Trend: Mundgeruch-Sprechstunde Aus Amerika kommt die sogenannte Mundgeruch-Sprechstunde, die inzwischen auch in Deutschland immer mehr Zahnärzte und Allgemeinmediziner aufgreifen. Hier arbeiten Mundgeruch-Spezialisten und Zahnärzte Hand in Hand zusammen. Nach einem ausführlichen Patientengespräch folgt die Untersuchung der Mundhöhle.

Mit einem Halimeter, einem Spezialgerät zur Atemluftmessung, kann durch die Analyse der Atemluft die Konzentration von Schwefelverbindungen ermittelt werden. Diese sehr einfache Methode gibt darüber eindeutig Aufschluss, ob Bakterien in der Mundhöhle die Auslöser des schlechten Atems sind.

Die Behandlung und weitere Vorgehensweise richtet sich nach diesen Untersuchungsergebnissen. Wenn erforderlich, erhält der Patient eine Überweisung zu einem Facharzt. Die Kosten einer derartigen Mundgeruch Sprechstunde und Atemluftmessung wird von den gesetzlichen Krankenkassen im Normalfall nicht übernommen.